Freitag 29.06.2018
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Freitag 05.07.2019
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...und zwar durch die Initiative des bekannten und allseits vielbeachteten Amtmanns Schipper. Er begrüßt auf dieser Gründungsversammlung achtzehn Emsdettener Bürger aus allen Berufsbereichen und bittet den Herrn Aldick, die Wahl des ersten Vorstandes abzuwickeln. Das geht zügig über die Bühne - und mit diesem Ergebnis: J. Möllers (Schriftführer), H. Börger (Beisitzer), H. Teupe (Beisitzer) , K. Engeln sen. (Beisitzer), A. Horstmann (Beisitzer), H. Kippenbrock (Oberst), K. Stipp (Adjutant), B. Niesmann (Adjutant).

Was an diesem Abend ein wenig mehr Zeit beansprucht, ist die Planung des ersten Schützenfestes: Es findet auf dem Hof Niesmann in der Bauerschaft Hollingen statt und zum Königschießen sind nur Mitglieder zugelassen, die ein eigenes Gewehr mitbringen. Wer mit einem Bolzen schießt, wird gleich aus dem Rennen genommen und muss RM 3,-- zahlen. Wer den Hals, den Schwanz oder ein "Flittken" des Vogels abschießt, wird belohnt, und zwar mit einer Prämie von RM 1,--. Wer ihn endgültig von der Stange holt und König wird, bekommt 15 Reichsmark. Mit der Fertigung des Vogels, die RM 0,90 kosten darf, beauftragt die Versammlung Paul Horstmann.

Es wird weiterhin beschlossen: Dass vierzehn Musikanten zum Preis von RM 96,-- und bei kostenloser Verpflegung am Schützenfesttage morgens um 7 Uhr durch alle Straßen des Dorfes ziehen, um mit Pauken und Trompeten die Schützenbrüder zu wecken. Dass die Bürgerfrauen, die sich das Schießen anschauen wollen, ihren Kaffee mit RM 0,40 selbst bezahlen. Und, man weist ausdrücklich darauf hin, dass an diesem Tage kein Schnaps ausgeschenkt werden darf. Harte Zeiten, aber nicht nur raue Sitten: So wird zum Beispiel zahlungsschwachen Mitgliedern die Möglichkeit eingeräumt, die säumigen Beiträge 3 Reichsmark per anno - am Jahresende zu stornieren.

Der erste König der Bürgerschützengesellschaft Emsdetten heißt August Reckenfelderbäumer. Und so amtmännisch geregelt wie dieses Auftakt- Schützenfest gehen auch die nachfolgenden Feste ins Land - allerdings mit zwei kleinen, aber durchaus gern gesehenen Neuigkeiten: Die Musikkapelle der Freiwilligen Feuerwehr spielt am Schützenfest-Vorabend den Großen Zapfenstreich. Und Schützenbruder Grothe schlägt dabei vor, dass die Musikanten das Bier frei haben, womit in den Bürger-Protokollen zum ersten Mal das Wort „Freibier“ auftaucht.


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